2007 zum Tode verurteilt
Weil sie Grund nicht begreifen könne: US-Gericht setzt Hinrichtung von verurteilter Mörderin vorerst aus

Lisa Montgomery 

© Wyandotte County Sheriff’s Department / AFP

Lisa M. ist wegen Mordes an einer Schwangeren verurteilt, ihr droht die Todesstrafe. Jetzt wurde die Hinrichtung verschoben. Der Grund: Die Mörderin befindet sich derzeit „weit von der Realität entfernt“, wie ein Gericht nun erklärt.

In den USA hat ein Gericht die Vollstreckung des ersten Todesurteils gegen eine Frau seit 70 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die wegen eines grausamen Mordes an einer Schwangeren zum Tode verurteilte 52-jährige Lisa M. werde nicht wie vorgesehen am Dienstag hingerichtet, erklärte ein Gericht im Bundesstaat Indiana.

Lisa M. befindet sich in schlechtem, psychischen Zustand

Richter James Hanlon begründete den Aufschub mit dem schlechten psychischen Zustand der in Indiana inhaftierten 52-Jährigen. Die dem Gericht vorliegenden Berichte zeigten laut Hanlon, dass sich die mit einem beschädigten Gehirn geborene M. derzeit mental „weit von der Realität entfernt“ befindet. Dies mache eine Hinrichtung unmöglich, da Täter den Grund für ein Todesurteil begreifen können müssten. Allerdings hätten sowohl die Regierung als auch…