Wegen „Ebergeruch“
Gentechnik statt Kastration: Männliche Schweine mit weiblichen Geschlechtsorganen

Schweine stehen im Stall eines Mastbetriebs

© Sven Hoppe / DPA

Männliche Schweine werden meist kastriert, um das Fleisch besser auf den Markt bringen zu können. Nun stellt ein Bundesinstitut eine Alternative vor, die auf Gentechnik setzt. Aber auch daran gibt es Kritik.

Forscher am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) haben Schweine genetisch so verändert, dass sie trotz eines männlichen Chromosomensatzes weibliche Geschlechtsorgane ausbilden.

Das Verfahren könnte in Zukunft eine Alternative zur Kastration männlicher Ferkel bieten, mit der der unangenehme „Ebergeruch“ verhindert werden soll, der manchen Menschen den Appetit auf das Fleisch männlicher Schweine verdirbt. Die Forschungsergebnisse sind in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht.

„Äußerlich und innerlich erstmal nicht von weiblichen Tieren zu unterscheiden“

Die Forscher hatten einen bestimmten Genbereich auf dem Y-Chromosom – dem männlichen Geschlechtschromosom – aus dem Erbgut…