Wer in Bayern in Geschäften einkaufen oder den öffentlichen Nahverkehr nutzen will, muss vom kommenden Montag an eine FFP2-Maske tragen. So hat es Markus Söders Landesregierung an diesem Dienstag beschlossen. Söder begründete dies damit, dass die weit verbreiteten Alltagsmasken, etwa aus Stoff, ihre Träger beim Einatmen oft nicht ausreichend vor dem Virus schützen.

FFP2-Masken (das FFP steht für Filtering Face Piece) sind dafür gemacht, ihre Träger vor Schadstoffen in der Umgebungsluft zu schützen. Sie halten unter anderem Aerosole ab, ebenso wie Staub und Rauch. Es gibt drei FFP-Klassen. Je höher der Wert ist, desto mehr Partikel müssen die Masken aus der Luft filtern können.

Als im Frühjahr in der ersten Corona-Welle die ersten Maskenpflichten eingeführt wurden, waren FFP2- und FFP3-Masken Mangelware in Deutschland. Die wenigen Exemplare, die da waren, sollten möglichst dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben. 

Seit dem Sommer gibt es in Deutschland keinen akuten FFP2- oder FFP3-Maskenmangel mehr. Viele Fabriken in Fernost haben ihre Produktion massiv ausgeweitet und viel Ware nach Europa verschifft. Mittlerweile werden auch hierzulande FFP2-Masken hergestellt.

Drohen jetzt neue Engpässe?

Zuletzt konnte man in Apotheken oder auch im Internet bei diversen Anbietern problemlos FFP2-Masken kaufen; die Lieferzeiten betrugen in der Regel nur wenige Tage. Auch einige Hersteller von Medizintechnik, wie etwa Draeger, bieten FFP2-Masken auf ihren Websites an. Nun kann es aber sein, dass sich die Marktlage plötzlich ändert – falls es durch die Neuregelung in Bayern zu einem Ansturm auf diese Schutzmasken kommt.

Ob und wie schnell im Falle einer abermaligen Knappheit Nachschub aus Fernost käme, ist schwer zu sagen. Denn Containerschiffe aus Asien nach Amerika und Europa sind zurzeit häufig ausgebucht: nicht so sehr mit Masken, sondern mit allen möglichen Produkten. 

Wer FFP2-Masken kauft, sollte zunächst darauf achten, dass das angebotene Produkt ein…