Nach der Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump distanziert sich die Deutsche Bank einem Medienbericht zufolge von diesem. Nach Informationen der »New York Times« hat Deutschlands größtes Geldhaus beschlossen, keine neuen Geschäfte mit Trump und seinen Firmen zu machen. Ein Sprecher der Deutschen Bank in Frankfurt am Main wollte dies auf Nachfrage nicht kommentieren. Die Bank äußere sich grundsätzlich nicht öffentlich zu einzelnen Kundenbeziehungen.

Die Deutsche Bank war zeitweise Trumps Hausbank und gewährte ihm vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite für die Finanzierung von Immobilien. Insgesamt stehen noch Kredite in einer Höhe von 340 Millionen Dollar aus, die in den nächsten Jahren fällig sind. Die US-Demokraten hatten in den vergangenen Jahren wiederholt versucht, die Geschäftsbeziehungen Trumps mit der Deutschen Bank näher zu durchleuchten.

Trumps Vertraute hat bei der Deutschen Bank bereits gekündigt

Kürzlich hatte eine seit Jahren für den US-Präsidenten zuständige Mitarbeiterin die Bank verlassen. Der „New York Times“ zufolge sorgte Rosemary Vrablic vom Vermögensmanagement dafür, dass Trumps Unternehmen Kredite in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar erhielten. Das Geldhaus habe dann im August eine Untersuchung zu einem Immobiliengeschäft aus dem Jahr 2013 eingeleitet, in das auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner involviert war.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Anfang November unter Berufung auf mehrere Insider gemeldet, dass die Deutsche Bank nach Wegen suche, ihre Geschäftsbeziehungen mit Trump zu beenden. Man sei es leid, deswegen immer wieder in die Schlagzeilen zu geraten, hatte es geheißen.

Allein drei Trump-Hotels wurden mit 300 Millionen Dollar von der Deutschen Bank finanziert. Neben den umfangreichen Kreditbeziehungen verklagten sich beide Seiten in der Vergangenheit bereits.

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