Viele Firmen im Lockdown sitzen buchstäblich auf «heißen Kohlen»: wann kommen staatliche Zuschüsse an? Die Kritik an der Politik nimmt zu. Am Dienstag kam aber eine gute Nachricht für Unternehmen.

Verzweiflung, Frust, Existenzängste – und Wut auf die Politik: So beschreiben Wirtschaftsverbände die Stimmung bei vielen Firmen, deren Betrieb wegen des Lockdowns dicht ist.

In den staatlichen Hilfstöpfen sind zwar Milliardengelder veranschlagt – bei den Betroffenen sei aber bisher nur wenig angekommen, klagen Wirtschaftsvertreter. Bei der Auszahlung der Novemberhilfen kam es zu Verzögerungen, und bei der Überbrückungshilfe II gibt es einen Haken.

Am Dienstag gab es dann aber eine gute Nachricht. Nach Verzögerungen wegen technischer Probleme können die Auszahlungen der regulären Novemberhilfe durch die Länder ab sofort starten und umgesetzt werden. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Seit Ende November fließen bereits Abschlagszahlungen, das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Bislang wurden laut Ministerium mehr als 1,3 Milliarden Euro an Abschlagszahlungen geleistet.

Solche Abschläge gibt es auch für die Dezemberhilfen. Die Systematik ist dieselbe: Im Grundsatz bekommen von Schließungen betroffene Unternehmen wie Gastronomie sowie Selbstständige Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes – bezogen auf den Vorjahresmonat.