Zwei Spieler, die noch gar nicht dabei waren, beherrschten die Schlagzeilen beim DFB-Pokal-Nachholspiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Eintracht Frankfurt: Luka Jovic und Timothy Fosu-Mensah. Vor dem Anpfiff ließ Eintracht-Sportchef Fredi Bobic die Katze aus dem Sack: Stürmerstar Luca Jovic steht unmittelbar vor der Rückkehr von Real Madrid nach Frankfurt. „Er wird zeitnah aufschlagen“, sagte Bobic. Der Wechsel sei „fast in trockenen Tüchern“. Der 23 Jahre alte Serbe war 2019 für 60 Millionen Euro zu den „Königlichen“ gewechselt, nachdem ihm bei der Eintracht der Durchbruch gelungen war: 2018 DFB-Pokalsieger, 2019 Europa-League-Halbfinalist. Bei Real hatte sich Jovic jedoch nicht durchsetzen können. Er soll zunächst bis zum Sommer ausgeliehen werden. Und der Niederländer Fosu-Mensah? Vor dem Anpfiff sagte Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro noch, er wolle sich nicht an den Spekulationen über einen Wechsel zu Bayer 04 beteiligen.

Früher Rückstand

Dass die Leverkusener den 23 Jahre alten Verteidiger mit Premier-League-Erfahrung gut gebrauchen können, zeigte sich schon in der Anfangsphase des Pokalspiels. Frankfurt kam besser in die Partie, die Bayer-Abwehr wackelte und der Vorjahres-Pokalfinalist Leverkusen geriet früh in Rückstand: Amin Younes traf aus acht Metern zum 1:0 (6. Minute) für die Gäste. Dass es nicht schlimmer kam, verdankte die Werkself ihrem starken Torwart Lukas Hradecky und den im Vergleich zu den Frankfurtern deutlich besseren Bayer-Offensivspielern.

Diabys Doppelpack 

Am Ende hieß es 4:1 (1:1) für Leverkusen. Lucas Alario per Handelfmeter (27.), Edmond Tapsobar (49.) und Moussa Diaby mit einem Doppelpack (67. und 87.) drehten das Spiel und sorgten für einen klaren Erfolg.

Sicherer Elfmeterschütze für Leverkusen: Lucas Alario trifft vom Punkt zum 1:1

Die Schlussphase musste Bayer in Unterzahl überstehen, nachdem Jonathan Tah wegen einer Notbremse gegen André Silva knapp außerhalb des Strafraums die Rote Karte (72.)…