Belarussischer Diktator
Anbiederung ohne Ende: Wie Kreml-Propagandisten Lukaschenko retten wollen und sich dabei blamieren

Der belarussische Machthaber Lukaschenko greift auf die Dienste russische Propagandisten zurück 

© Maxim Guchek / DPA

von Ellen Ivits
12.01.2021, 10:56 Uhr

Seit es bei dem Staatsfernehen in Belarus zu Massenkündigungen gekommen ist, halten Kreml-treue Medien die Propagandamaschinerie für Alexander Lukaschenko am Laufen. Nun lieferte der russische Staatssender Rossija 1 ein Paradebeispiel für diesen Kurs. 

Am vergangenen Sonntag versammelten sich in Minsk und anderen belarussischen Städten erneut tausende Menschen. Sie forderten den Rücktritt des Diktators Alexander Lukaschenko. Seit der umstrittenen Präsidentenwahl am 9. August, bei der sich Lukaschenko nach 26 Jahren im Amt wieder zum Sieger erklären ließ, gibt es Massenproteste und Streiks gegen ihn. Doch der letzte Diktator Europas trüge nicht diesen Titel, wenn er seine Macht zu leicht aufgeben würde. Mit allen Mitteln kämpft in den vergangenen Monaten er um sein politisches Überleben – nicht zuletzt mit tatkräftiger Unterstützung russischer Propagandisten.