Unruhe in der CDU: Will Jens Spahn Kanzler werden? Nach SPIEGEL-Informationen hat der Gesundheitsminister zum Jahresende seine Chancen auf eine mögliche Spitzenkandidatur ausgelotet.

Dabei ist Spahn offiziell Teil des Teams Armin Laschet – und zwar als dessen Nummer zwei. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident bekräftigte kürzlich, im Falle seiner Wahl als CDU-Vorsitzender auch die Kanzlerkandidatur anzustreben.

Eine SPIEGEL-Umfrage zeigt nun: Im Vergleich zu den anderen potenziellen Bewerbern aus CDU und CSU halten die meisten Deutschen Spahn als Kanzlerkandidaten nicht für besonders geeignet.

Tatsächlich liegt in der K-Frage schon seit Monaten immer derselbe vorn: Markus Söder. Auf die Frage, mit welchem Kandidaten die Union im kommenden Bundestagswahlkampf die besten Chancen habe, nennen aktuell 38 Prozent den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef. Friedrich Merz folgt mit deutlichem Abstand. Spahn liegt noch hinter Norbert Röttgen (aber vor Laschet).

Noch eindeutiger fällt das Ergebnis unter Anhängern der Unionsparteien aus. In dieser Gruppe sagen knapp 54 Prozent der Befragten, dass CDU und CSU mit Markus Söder die besten Chancen hätten. Rund 21 Prozent setzen auf Merz. Norbert Röttgen und Jens Spahn liegen gleichauf – aber weit abgeschlagen.

Etwas mehr Zuspruch erhält Spahn von den Anhängern von SPD und Grünen. Aber auch sie sehen die größten Chancen für die Union noch immer mit einem Kanzlerkandidaten Söder.

Befragt man die Menschen außerhalb der internen Konkurrenz, kommt Spahn besser, aber ebenfalls nicht überragend weg. Immerhin rund 42 Prozent der Unionsanhänger halten den ehrgeizigen CDU-Politiker grundsätzlich für einen geeigneten Kanzlerkandidaten. Insgesamt trauen fast 30 Prozent der Deutschen dem Gesundheitsminister die Kandidatur zu. Aber gegen den starken Mann aus Bayern hat der Gesundheitsminister eben keine Chance.

Bevor die K-Frage geklärt werden kann, muss am kommenden Samstag beim digitalen Parteitag erst die…