Gabriel Sterling
Georgias Wahlleiter erhebt in TV-Interview schwere Vorwürfe gegen Trump und sein Team

Sehen Sie im Video: Justizminister und Wahlleiter stellen sich gegen US-Präsident Donald Trump.

In den USA wächst der Druck auf Präsident Donald Trump. Am Dienstag trat Justizminister William Barr vor die Presse und sagte, seine Behörde habe keinen Betrug in einem Ausmaß entdeckt, der zu einem anderen Wahlergebnis hätte führen können. Barr galt bislang als loyal zu Trump. Im November hatte er die Staatsanwaltschaft angewiesen, allen glaubwürdigen Hinweisen auf Wahlbetrug nachzugehen. Trumps Anwälte reagierten mit einem Statement und behaupteten, das Justizministerium habe bislang gar nicht ermittelt. Unterdessen trat im Bundesstaat Georgia Wahlleiter Gabriel Sterling vor die Presse. In einem emotionalen Appell rief der Republikaner Trump dazu auf, Verantwortung zu übernehmen. Es habe Morddrohungen gegen Mitarbeiter und Wahlhelfer gegeben. O-TON GABRIEL STERLING, WAHLLEITER GEORGIA: „Das muss aufhören. Herr Präsident: Sie haben diese Drohungen und diese Äußerungen nicht verurteilt. Senatoren: Sie haben diese Sprache und diese Taten nicht verurteilt. Das muss aufhören. Ja, kämpfen für die Anerkennung jeder Stimme, legen sie alle Rechtsmittel ein. Wir rufen sie dazu auf, benutzen sie den ersten Verfassungszusatz, das ist alles in Ordnung. Aber Todesdrohungen, Gewaltandrohung, Einschüchterung, das ist zu viel. Dort draußen gibt es einige Schwachköpfe. Sie werden sagen, der Präsident hat mir den Auftrag gegeben. Übernehmen sie die Verantwortung.“ Trump hat bis heute seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl nicht eingeräumt. Stattdessen sprach er wiederholt von Wahlfälschung in großem Stil, ohne jedoch belastbare Belege zu liefern. Zahlreiche Klagen…