Kaum waren die Randalierer weg, begannen die Aufräumarbeiten – und das nicht nur im Kapitol in Washington. Amerikanische Unternehmen gehen gegen Beschäftigte vor, die sich an den Ausschreitungen in der vergangenen Woche beteiligt haben. So wie ein Marketingunternehmen aus Maryland, das einen Mitarbeiter feuerte, den es auf Fotos erkannt hatte: Mit rotem Trump-Basecap und dem Ausweis seiner Firma um den Hals zieht der junge Mann darauf durch die Gänge des Parlaments. Eine Datenanalysefirma bei Chicago trennte sich gar vom eigenen Chef, der zugibt, »in einem Moment des extrem schlechten Urteilsvermögens« ins Kapitol eingedrungen zu sein. Ein Fehler, räumt der 52-jährige Akademiker nun reuig ein.

Bedauern verspüren inzwischen allerdings auch andere. Viele amerikanische Unternehmen wollen nichts mehr von dem Präsidenten wissen, der ihnen Steuersenkungen und Deregulierung brachte – und den viele trotz seiner autokratischen Neigungen treu unterstützt hatten. Er habe Trump zwar nicht 2016, aber 2020 gewählt, sagte der Hedgefonds-Manager Nelson Peltz dem Sender CNBC: wegen dessen Wirtschaftspolitik. »Heute tut mir das leid.«