Kundgebung in Washington
18-Jährige erkennt Verwandte bei Trump-Demo – und schwärzt sie an

In Washington haben Tausende Unterstützer des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump gegen die bevorstehende Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden durch den US-Kongress protestiert. An der Veranstaltung unter dem Titel „Rettet-Amerika-Marsch“ in der Nähe des Weißen Hauses nahmen am Mittwoch auch Mitglieder von rechtsextremen Gruppen und Bürgerwehren teil. Trump wiederholte in einer Ansprache vor seinen Anhängern die nicht näher belegten Vorwürfe, er sei um seinen Wahlsieg betrogen worden. „Alle von uns, die heute hier sind, wollen nicht zusehen, wie unser Wahlsieg von radikallinken Demokraten gestohlen wird. Und genau das machen sie. Gestohlen auch von den Fake-News-Medien. Wie sie es getan haben und immer noch machen. Wir werden nie aufgeben, wir werden nicht nachgeben.“ Bei seinem Kampf gegen den angeblichen Wahlbetrug für den er nach wie vor keine Beweise präsentiert hat setzt Trump auch auf seinen Vizepräsidenten Mike Pence. Dieser habe die Macht, auf betrügerische Weise gewählte Wahlleute zu verhindern, twitterte Trump. Laut amerikanischer Verfassung hat Pence allerdings gar nicht die Möglichkeit das zu tun. Der Kongress nahm unterdessen seine Beratungen über die Bestätigung von Bidens Sieg bei der Präsidentenwahl im November auf. Es wurde erwartet, dass beide Kammern in der gemeinsamen Sitzung alle Versuche einiger Republikaner abschmettern werden, dies zu verhindern oder zu verzögern. Biden kann zwei Wochen vor seinem Amtsantritt auf eine endgültige Verschiebung des Machtgefüges in Washington zu seinen Gunsten hoffen. Seine Demokraten sind auf Kurs, neben dem Repräsentantenhaus auch die Mehrheit im Senat zu erobern. Bei den entscheidenden Stichwahlen im…