Am vergangenen Dienstag haben die Regierungschef der 16 Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie in Deutschland beschlossen. Der Stadtstaat Hamburg hatte die Beschlüsse bereits am Freitag umgesetzt, Brandenburg am Samstag. Vier weitere Bundesländer folgten am Sonntag und seit diesem Montag gelten die neuen Regeln nun im ganzen Bundesgebiet – wobei manche Bundesländer nicht alle davon auch (direkt) umsetzen wollen.

Deutschland sei „in der schwersten Pandemielage seit Beginn der Ausbreitung des Virus“, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) der „Rheinischen Post“. Es sei nicht die Zeit für Lockerungen. Genau dies fordert jedoch der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen müsse der Lockdown möglichst schnell beendet werden. „Für viele kleine Firmen ist der Punkt jetzt schon erreicht, wo es nicht weitergeht“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

Die Einschränkungen für den Einzelhandel haben möglicherweise auch die Überschuldung der Modekette Adler beschleunigt. Das bayerische Unternehmen zählt zu den größten Textileinzelhändlern in Deutschland. Man wolle sich über einen Insolvenzplan in Eigenverwaltung sanieren, heißt es in einer Pflichtmitteilung der Adler Modemärkte AG.

Der Pontifex im stillen Gebet

Im Vatikan hat Papst Franziskus angekündigt, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. „In der kommenden Woche werden wir anfangen, das hier zu machen, und ich bin auch dafür vorgemerkt“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche im italienischen Fernsehsender Tg5. Aus ethischer Sicht müssten sich alle impfen lassen, denn man spiele nicht nur mit seinem Leben, sondern auch mit dem anderer. „Ich verstehe nicht, warum manche sagen: Nein, der Impfstoff ist gefährlich“, sagte der 84-Jährige. „Es gibt da eine selbstmörderische Verweigerung, die ich nicht erklären kann, aber man muss sich heute impfen lassen.“

Die australische Metropole…