Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen 2021 bis zu zwei Milliarden Dosen ihres Corona-Impfstoffs herstellen. Das geht Unterlagen von Biontech an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Bislang hatten die Firmen 1,3 Milliarden Dosen angepeilt.

Bedingung für die angestrebte Erhöhung der Produktionszahl seien weitere Verbesserungen und Vergrößerungen in den bisherigen Standorten sowie die Verfügbarkeit weiterer Lieferanten und Vertragspartner für die Herstellung, heißt es in den Dokumenten.

In der angestrebten Zahl von zwei Milliarden Dosen ist den Angaben zufolge auch die jüngst genehmigte Erhöhung von fünf auf sechs Dosen pro Ampulle enthalten. Seit Freitag kann auch in der EU aus den gelieferten Ampullen von Biontech/Pfizer mehr Impfstoff entnommen werden als bisher. Um die Fläschchen mit dem Biontech-Impfstoff besser nutzen zu können, ließ die EU-Arzneimittelbehörde EMA zu, dass sechs statt bisher fünf Dosen aus einer Ampulle von Biontech/Pfizer gezogen werden dürfen.

Laut der Biontech-Unterlagen an die SEC ist bislang die Auslieferung von einer Milliarde Dosen in diesem Jahr fest vereinbart. Als Produktionsstätten werden in Deutschland Mainz und ab Ende Februar Marburg in Hessen für Biontech genannt, für Pfizer Puurs in Belgien sowie Kalamazoo, St. Louis und Andover in den USA.

Biontech gab außerdem bekannt, dass bislang 32,9 Millionen Dosen der Vakzine ausgeliefert worden sind.

Icon: Der Spiegel