Anträge über gut 2,5 Mio.
Prozess um millionenschweren Betrug bei Corona-Soforthilfen

Die vier Staatsanwaltschaften Mecklenburg-Vorpommerns gehen in rund 360 Fällen dem Verdacht von Betrug im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen nach. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Soforthilfen sollen Unternehmen über harte Engpässe in Zeiten von Corona helfen. So mancher hat das wohl als Einladung zur Selbstbedienung verstanden.

Einer der ersten großen Prozesse um Betrug bei Corona-Soforthilfen hat am Montag in München begonnen.

Ein gebürtiger Gelsenkirchener, der zuletzt in London lebte, soll laut Staatsanwaltschaft unberechtigte Anträge über gut 2,5 Millionen Euro gestellt haben. Für drei der insgesamt 91 Anträge in sechs Bundesländern erhielt er demnach Geld aus Berlin, Hessen und Baden-Württemberg – insgesamt 67 776 Euro. Bei den restlichen Anträgen wurde die Auszahlung verhindert.

Schwerpunkt der Anträge, die zwischen Ende März und Ende April 2020 gestellt worden sein sollen, war Bayern mit 23 Fällen und einer Summe von gut 1,1 Millionen Euro. Auch in Nordrhein-Westfalen mit 32 Anträgen und 784.000 Euro sowie Berlin mit 24 Fällen und einer Summe von knapp 356.000…