CEO wittert Verschwörung
Trumps Twitter-Bann bescherte Parler einen Boom – doch schon am Montag könnten die Lichter ausgehen

Der unter Rechten beliebten Plattform Parler droht die Abschaltung am Montagmorgen

© Olivier Douliery / AFP / Picture Alliance

von Moritz Dickentmann
10.01.2021, 17:08 Uhr

Aus den App-Stores von Google und Apple ist Parler verbannt, nun will Amazon auch nicht mehr: Das vor allem unter Rechten beliebte Netzwerk steht vor einer unsicheren Zukunft – zumal es schon Montagmorgen vorerst offline gehen könnte.

Zumindest bis zum Wochenende konnte sich John Matze, Gründer der insbesondere von Rechten genutzten Online-Plattform Parler, als großer Gewinner fühlen. Zu Tausenden strömten enttäuschte Trump-Anhänger zu seinem Netzwerk, nachdem das Twitter-Profil des Noch-US-Präsidenten am Mittwoch dauerhaft abgeschaltet worden war. In den Download-Charts schoss die App wie zuletzt im November rasant nach oben – zu viel für Palers Server. Zahlreiche Nutzer beklagten Ladefehler und andere Netzwerkprobleme, die Technik-Chef Alexander Blair dann auch bestätigte. Grund sei der „massive Zustrom neuer Mitglieder“, schrieb Blair, der versicherte, alles zu tun, damit die Plattform „gut funktioniert“.