Landesweiter Spott
Plagiatsaffäre: Österreich macht sich über die zurückgetretene Arbeitsministerin lustig

Christine Aschbacher fühlt sich vorverurteilt

© Helmut Fohringer / AFP

Die österreichische Arbeitsministerin Christine Aschbacher hat so offensichtlich in ihrer Dissertation geschummelt, dass sie umgehend zurückgetreten ist. Ihre kruden Fehler und Übersetzungspannen sorgen landesweit für Spott.

Die österreichische Familien- und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) ist in Zusammenhang mit einer Plagiatsaffäre zurückgetreten. Die konservative Politikerin erklärte am Samstag, sie habe sich zum „Schutz“ ihrer Familie zu dem Schritt entschlossen. Die 37-Jährige wies die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück und beklagte eine Vorverurteilung durch „politische Mitstreiter“ und Medien.

Die offensichtliche Schummelei aufgedeckt hat der als „Plagiatsjäger“ bekannte Blogger Stefan Weber. Er wirft ihr vor, zumindest ein Fünftel des Textes ihrer erst 2020 in der slowakischen Hauptstadt Bratislava eingereichten Dissertation ohne ordentliche Kennzeichnung aus anderen Quellen abgeschrieben zu haben. Bereits ihre Diplomarbeit von 2006 sei nicht nur von Plagiaten, sondern auch von mangelnden Kenntnissen der deutschen Sprache geprägt gewesen. In den Arbeiten geht es um Führungsstile in Unternehmen.