Nach dem massiven Stromausfall in weiten Teilen Pakistans wird das Netz langsam wieder hochgefahren. „Das System ist jetzt stabil und die Stromversorgung wurde in den wichtigsten Städten des Landes wiederhergestellt“, sagte Energieminister Omar Ayub Khan bei einer Pressekonferenz. Die Wiederherstellung der Stromversorgung im gesamten Land werde jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Licht bringen nur die Lampen der Mopeds

Grund für die fast landesweite Störung sei ein technischer Defekt an dem Guddu-Wärmekraftwerk in der südlichen Provinz Sindh gewesen. Nachdem das Kraftwerk kurz vor Mitternacht (Ortszeit) abgeschaltet wurde, kam es dem Minister zufolge zu einem Abfall der Netzspannung und Stromausfällen im ganzen Land.  Innerhalb kürzester Zeit habe der Fehler in einer Kettenreaktion die Abschaltung anderer Kraftwerke ausgelöst.

Dunkler als es so manchem lieb ist

Die Ursache für den Defekt im Kraftwerk werde nun gesucht, sagte der Minister weiter. Tausende Nutzer sozialer Netzwerke hatten in der Nacht von Stromausfällen in den Millionenstädten Pakistans, darunter auch Lahore und Karachi berichtet. Schnell kursierten Gerüchte über einen Angriff und Explosionen, die sich jedoch nicht bestätigten. Die Behörden riefen die Bewohner in dem südasiatischen Land mit mehr als 200 Millionen Einwohnern dazu auf, Ruhe zu bewahren. Es war der schwerste Zwischenfall dieser Art seit Jahren. Zuletzt gab es 2015 einen massiven Stromausfall, nachdem eine große Stromübertragungsleitung zusammengebrochen war.

qu/sti (afp, dpa, ap)