Fünf Parteien zugelassen
Kasachstan wählt neues Parlament – Festnahmen bei Protesten

Kassym-Jomart Tokajew, Präsident von Kasachstan, gibt seinen Stimmzettel in einem Wahllokal in Nur-Sultan ab. Foto: Uncredited/AP/dpa

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Demonstranten haben Berichten zufolge zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Doch Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew ficht das nicht an: «In allen Ländern der Welt gibt es eine Proteststimmung.»

Begleitet von Protesten ist in der zentralasiatischen Republik Kasachstan am Sonntag ein neues Parlament gewählt worden. Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission in der Hauptstadt Nur-Sultan lag die Beteiligung mit 63,3 Prozent deutlich niedriger als vor fünf Jahren.

Mit ersten Ergebnissen wurde in der Nacht zum Montag gerechnet. Bereits im Vorfeld war ein Sieg der Regierungspartei Nur Otan erwartet worden.

11,9 Millionen Wähler waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Fünf Parteien mit 312 Kandidaten wurden zugelassen. Für einen Einzug in die Volksvertretung mussten sie die Sieben-Prozent-Hürde nehmen. Die Sozialdemokratische Partei boykottierte die Abstimmung.