Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat angekündigt, das Atomwaffenprogramm seines Landes im Konflikt mit den USA auszubauen und zu modernisieren. »Die Entwicklung von Atomwaffen wird ohne Unterbrechung vorangetrieben«, sagte Kim laut Staatsmedienberichten am Samstag beim alle fünf Jahre stattfinden Kongress der von ihm geführten Partei der Arbeit Koreas. So habe Nordkorea inzwischen die Pläne für ein atomgetriebenes U-Boot abgeschlossen, die Entwürfe seien nun in der »abschließenden Überprüfungsphase«.

Eine solche Waffe würde das strategische Kräfteverhältnis verändern, da sie es Pjöngjang ermöglichen würde, heimlich Raketen in die Nähe der US-Küste zu transportieren und damit die Vorwarnzeit vor einem möglichen Anschlag drastisch zu verkürzen. Zudem, so behauptete Kim, entwickele sein Land taktische Nuklearwaffen und Mehrfachsprengköpfe, die Raketenabwehrsysteme überwinden sollen.

Neue Eskalation im Atomstreit?

Die Vereinigten Staaten bezeichnete der Diktator kurz vor der Amtseinführung des neu gewählten Präsidenten Joe Biden als »größten Feind« seines Landes. Pjöngjang müsse sich darauf konzentrieren, die »USA zu zerrütten«, sagte Kim. Ohne Biden ausdrücklich zu nennen, sagte der 37-Jährige laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA: »Egal wer (in den USA) an der Macht ist: Die wahre Wesensart ihrer Politik gegen Nordkorea wird sich niemals ändern.«

Kims Kommentare deuten auf eine Eskalation im seit Jahren schwelenden Streit mit den USA hin. Ihm und dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump war ein besonderes Verhältnis attestiert worden. Beide hatten sich dreimal persönlich getroffen. Das letzte Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim im Februar 2019 in Hanoi scheiterte jedoch.

Seitdem liegen die Verhandlungen der US-Regierung mit Pjöngjang über einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auf Eis. Auch die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea verschärften sich wieder.

Den künftigen US-Präsidenten Biden hatte Kim in der…