Ex-VW-Chef
Betrugsprozess gegen Winterkorn vor möglicher Verschiebung

Martin Winterkorn, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Volkswagen. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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Schon die Zulassung der Anklage dauerte rund eineinhalb Jahre – mit Spannung wird nun auch der Beginn des großen «Dieselgate»-Prozesses im Fall Winterkorn erwartet. Ob es in wenigen Wochen losgehen kann, darf aber bezweifelt werden. Dem Ex-VW-Chef soll es nicht gut gehen.

Der ab Ende Februar geplante Betrugsprozess gegen Martin Winterkorn könnte wegen gesundheitlicher Probleme des früheren Volkswagen-Konzernchefs verschoben werden.

Das Landgericht Braunschweig erklärte auf Anfrage, dass sich die zuständige Kammer zur Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten gutachterlich beraten ließ. Das öffentliche Verfahren (Az.: 6 KLs 23/19), bei dem Winterkorns Rolle in der Diesel-Abgasaffäre untersucht werden soll, könnte damit erst verzögert starten. Zu konkreten Details und Fristen äußerte sich das Gericht jedoch nicht.

Aus Winterkorns Umfeld hieß es, letztlich müsse die Braunschweiger Wirtschaftsstrafkammer über die weitere Terminierung entscheiden. Zuvor hatten die «Süddeutsche Zeitung» und der Norddeutsche…