Nach Sturm auf Kapitol
Donald Trump bleibt Amtseinführung von Joe Biden fern – und droht via Twitter unterschwellig

Sehen Sie im Video: „Er war immer ein Outsider“ – USA-Experte Jackson Janes erklärt die perfide Strategie von Donald Trump.

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von Dieter Hoß
08.01.2021, 17:48 Uhr

Wer geglaubt hatte, Donald Trump habe mit der Verurteilung des Sturms auf das Kapitol doch noch eingelenkt, sieht sich getäuscht. In einem Tweet kündigte er an, seine Wähler würden „weit in die Zukunft“ ein Stimme haben. Ohnehin sehen viele seiner Anhänger die Vorfälle nicht kritisch.

Der Eindruck, Donald Trump sei mit der Verurteilung des Sturms auf das Kapitol durch seine Anhänger und der Zusicherung einer geordneten Machtübergabe von seiner bisherigen aggressiven Linie abgerückt, hat sich bereits wieder zerschlagen. Seinen ersten Tweet nach Freigabe seines zwischenzeitlich gesperrten Twitter-Accounts nutzte der scheidende US-Präsident für eine unterschwellige Drohung. „Weit in die Zukunft“ würden seine Wähler auch künftig eine laute Stimme haben, kündigte er an – und nährte damit erneut Befürchtungen, Trump werde mit einer Art Schattenpräsidentschaft dem kommenden Präsidenten Joe Biden das Regieren schwer machen. Außerdem ließ er wissen, dass er der Inauguration Bidens am 20. Januar fern…