Die Corona-Krise könnte einen grundlegenden Wandel in der Arbeitswelt bewirken. Mobiles Arbeiten hat massiv zugenommen. Gewerkschaften fordern klare Regeln.

Es ist für Millionen von Beschäftigten die neue Normalität: Arbeiten von zuhause. Vor Beginn der Corona-Pandemie war Homeoffice die Ausnahme, nun ist die Arbeit im heimischen Wohnzimmer oder am Küchentisch für viele zum Alltag geworden.

Aber geht noch mehr und soll es statt Appellen der Politik Vorgaben für Firmen geben, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen? Angesichts der Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar hat die Debatte wieder Fahrt aufgenommen.

Bund und Länder hatten nach ihren Beratungen am Dienstag die Arbeitgeber «dringend gebeten», großzügige Homeoffice-Möglichkeiten zu schaffen. Das reiche aber nicht aus, um die Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, kritisierte die Grünen-Politikerin Beate Müller-Gemmeke: «Wir brauchen ein Recht auf Homeoffice und ein Homeoffice-Gebot, das sich an die Arbeitgeber richtet.»

Der Präsident des Digitalverbandes Bitkom, Achim Berg, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Für die gesamte Dauer der Pandemie ist es ein zwingendes Gebot, ausschließlich im Homeoffice zu arbeiten, sofern es die berufliche Tätigkeit zulässt.» Alle Arbeitgeber seien gefordert, großzügige Regelungen zu schaffen, um ihrer Verantwortung in dieser historischen Situation…