Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch in Woche eins des Jahres 2021 nimmt die Komplexität der Corona-Lage nicht ab. Im Gewitter der Nachrichten um neue wissenschaftliche Erkenntnisse, neue Impfstoffzulassungen und weitere, nicht immer klare Einschränkungen (wie die neue 15-Kilometer-Regel), droht eine unscheinbare, aber wegweisende Meldung fast unterzugehen: Der neue mRNA-Impfstoff von Biontech wirkt auch gegen die »britische« Corona-Variante B.1.1.7.

Warum ist das so wichtig?

Diese Mutation des Coronavirus ist hochansteckend. Bisherigen Erkenntnisse zufolge ist sie bis zu 70 Prozent infektiöser als bisherige Varianten von Sars-Cov-2. Sie geht zwar anscheinend nicht mit schwereren oder öfter tödlichen Krankheitsverläufen einher. Brandgefährlich ist sie trotzdem.

Auf seinem Weg um den Globus mutiert das Coronavirus fortwährend. Die meisten dieser Mutanten sind ungefährlich, das galt selbst für das sogenannte Nerz-Virus aus Dänemark. Doch je weiter sich das Virus verbreitet, desto mehr Mutationen gibt es und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Impfstoffe gegen sie nicht mehr wirken – oder eines Tages doch eine gefährliche Mutante entsteht.

Dass zumindest ein Impfstoff (bei weiteren stehen die Ergebnisse noch aus) die hochinfektiöse Variante B.1.1.7., die nach bisheriger Studienlage auch noch bevorzugt Kinder befällt (die dann als asymptomatische mögliche Superspreader herumlaufen), eindämmt, ist bei allen düsteren Aussichten zum Start des Jahres eine gute Nachricht.

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Das Wichtigste zu den Impfstoffen

Corona-Pandemie: EMA genehmigt sechs statt fünf Impfdosen pro Ampulle
Die europäische Arzneimittelagentur hat offiziell die Anzahl der Impfdosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs pro Ampulle erhöht: Damit sind nun 20 Prozent mehr Impfungen möglich.

Modernas…