In Deutschland ist die Zahl der offiziell erfassten Corona-Todesfälle auf einen Rekordwert gestiegen. 1188 Menschen seien binnen eines Tages an oder mit dem Virus gestorben, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Der bisherige Höchststand von 1129 wurde vor gut einer Woche verzeichnet. Die Gesundheitsämter meldeten 31.849 Neuinfektionen.

Weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum weniger Menschen zum Arzt gingen und getestet wurden, sind die Werte nur eingeschränkt belastbar. Experten rechnen damit, dass erst ab Anfang übernächster Woche ein klares Bild vorliegt, wie sich das Infektionsgeschehen über die Feiertage hinweg entwickelt hat.

300 Millionen Impfdosen zusätzlich: Ursula von der Leyen (Archivbild)

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen am 21. Januar erneut über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. Die EU-Kommission stockte unterdessen ihre Bestellung des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer auf das Doppelte auf. Es seien zusätzliche 300 Millionen Impfdosen geordert worden, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Davon sollten 75 Millionen Dosen bereits im zweiten Quartal zur Verfügung stehen. Der neue Vertrag folgt auf Klagen über eine Impfstoffknappheit in Deutschland und anderen EU-Staaten. Bereits zuvor hatte die Europäische Union für alle 27 Mitgliedsländer 300 Millionen Impfstoffdosen bei BioNTech/Pfizer bestellt.

Jetzt sechs statt bisher fünf Dosen pro Ampulle

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA genehmigte die Entnahme von sechs statt bisher fünf Dosen dieses Wirkstoffs aus einer Ampulle. Wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte, können damit mehr Menschen als bisher mit der gleichen Vakzinmenge immunisiert werden, was die Impfungen beschleunigen dürfte.

Laut einer Studie der Universität Texas, an der Pfizer selbst beteiligt war, wirkt das Mittel auch gegen die neuen Varianten des Virus, die zuerst in Großbritannien und Südafrika aufgetaucht waren. Hier werde…