Kaum ein Thema wird derzeit in Deutschland so intensiv diskutiert wie der Start der Impfungen gegen das Coronavirus. Auch die Profi-Sportler sind natürlich daran interessiert, dass sie schnellstmöglich ihre Dosis bekommen, um wieder ungestört trainieren und Wettkämpfe bestreiten zu können. In der Hierarchie der vom deutschen Ethikrat sowie der Bundesregierung festgelegten Impfreihenfolge gehören Sportler nicht zu den ersten drei priorisierten Gruppen, müssen sich also hinten anstellen. 

Für Alfons Hörmann, den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), ist die bisherige Einordnung nachvollziehbar und akzeptabel. „Beim DOSB haben wir uns da sehr zurückgehalten mit dem ganz klaren Fazit, dass wir uns da nicht in irgendeiner Form vordrängen möchten“, sagte Hörmann im einem Interview der ARD-Sportschau. „Aus Sicht des Sports und derer, die international tätig sind“, sei der Gedanke, möglichst früh eine Impfung zu bekommen, zwar durchaus nachvollziehbar. Man werde aber, so Hörmann, die nun festgelegte Reihenfolge akzeptieren. Deutsche Athleten seien bereits auf den DOSB mit dem Wunsch auf eine frühere Impfung zugekommen.

DOSB-Chef Alfons Hörmann setzt auf das Frühjahr

„Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass wir im März und April vielleicht schon an den Punkt kommen, an dem mehr Impfstoff vorhanden ist, als es Interessenten gibt“, sagte Hörmann. „Und deshalb hoffen wir sehr, dass irgendwann im Lauf des Frühjahrs – ohne da jetzt irgendeine bestimmte Frist zu definieren – automatisch auch solche Gruppen drankommen wie die Athletinnen und Athleten, die regelmäßig zu Qualifikations-Wettkämpfen international unterwegs sind oder die für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio nominiert werden.“ 

Athleten für frühe Impfung – wenn es ausreichend Impfstoff gibt

Der Verein „Athleten Deutschland“ hält eine frühzeitige Impfung möglicher Olympia-Starter für sehr sinnvoll. Gleichzeitig aber sollte es nicht zu einem…