»Trump ist Präsident, Christus ist König.«

Greg Locke, Pastor Global Vision
»Ich verkünde, dass Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten bleibt!«

Brian Gibson, Pastor
»Gott, ich bete, dass du unserem Land das nächste große Erwachen schickst. «

Göttlicher Beistand für das, was kommt: Der Sturm eines entfesselten Mobs auf das Kapitol in Washington, bei dem vier Menschen sterben, ist kein spontaner Akt. Seit Wochen stacheln sich die selbst ernannten Patrioten an, um sich die Wiege der Demokratie, den Sitz des US-Parlamentes in beispielloser Weise anzueignen – am Mittwoch ist es schließlich so weit. Mit Konföderierten-Flaggen bewaffnet, hinterlassen sie in den Büros der Abgeordneten nichts als Verwüstung.

Unter ihnen die üblichen Verdächtigen: die Verschwörungstheoretiker, die QAnon-Anhänger.
Angeheizt wurden sie bereits am Abend zuvor.

Alex Jones, Radiomoderator
»Das wird ihr Waterloo sein. Das wird ihre Zerstörung sein.«

Die Bühne ist frei für alte Weggefährten, auch der von Trump von seiner Gefängnisstrafe begnadigte Roger Stone, darf sich von der Menge bejubeln lassen.

Mittendrin vermummte Extremisten und Fans des Anführers der rechtsradikalen „Proud Boys“, Enrique Tarrio.

»Fight for Trump, fight for Trump…«

Für das Motto, das später am Tag gewaltsam umgesetzt wird, springt Möchtegern-Nachfolger und Sohn Donald Trump Jr. als Cheerleader ein – mit einem deutlichen Hinweis an die Republikaner, die seinem Vater nicht die Treue halten:

Donald Trump, Jr., Sohn des US-Präsidenten
»So ist es, Leute. Das ist die Botschaft! Diese Leute sollten besser für Trump kämpfen. Wenn sie es nicht tun, dann wisst ihr was passiert? Werde ich ihnen demnächst einen Besuch abstatten!
Diese Versammlung sollte ihnen eine Botschaft schicken: Das ist nicht mehr ihre republikanische Partei. Das ist Donald Trumps republikanische Partei.«

Damit ist alles gesagt. Wenige Stunden später greifen diejenigen, die sich als Verfechter von »Law and Order« und »Blue Lives…