Umstrittene Gaspipeline
Nord Stream 2 – Schwerin macht Weg frei für Stiftung

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wirbt bei der Sondersitzung des Landtags für den Weiterbau der Gasleitung Nord Stream 2. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Seit 2012 fließt russisches Gas durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland. Die Schwester-Leitung Nord Stream 2 ist politisch aber umstritten. Nach Sanktionsdrohungen der USA steht deren Fertigstellung auf der Kippe. Eine Stiftung soll das Projekt retten.

Der Landtag in Schwerin hat den Weg frei gemacht für die Gründung einer landeseigenen Umwelt-Stiftung, die auch die Fertigstellung der umstrittenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 unterstützen soll.

Das Parlament in Mecklenburg-Vorpommern stimmte auf einer Sondersitzung am Donnerstag mit großer Mehrheit einem entsprechenden Antrag der Landesregierung zu. Die gemeinwohlorientierte Stiftung soll Projekte im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz fördern, aber auch gewerblich aktiv werden können. So ist geplant, durch die Stiftung Bauteile und Maschinen zu kaufen, die für die Fertigstellung der Gasleitung unerlässlich sind. Damit sollen angedrohte Sanktionen der USA gegen am Bau der Leitung beteiligte Firmen möglichst umgangen werden.