Sturm auf das Kapitol
Bei Black Lives Matter griff die Polizei durch – die Trump-Anhänger hatten fast freie Bahn

Bei den Black-Lives-Matter-Demonstrationen bewachten viele Sicherheitskräfte das Kapitol in Washington. Für die Proteste der Trump-Anhänger war die Polizei hingegen nicht gewappnet.

© Saul Loeb / AFP, Picture alliance / Associated Press

von Eugen Epp
07.01.2021, 15:19 Uhr

Der Sturm von Trump-Anhängern auf das Capitol in Washington hat ein neues Kapitel in der Geschichte der USA aufgeschlagen. Der Vergleich zu den Black-Lives-Matter-Protesten im vergangenen Jahr zeigt aber auch: Die Ungleichbehandlung von Schwarzen und Weißen setzt sich fort.

Die Bilder, die am Mittwochnachmittag US-amerikanischer Zeit aus Washington um die Welt gingen, sorgten rund um den Globus für Entsetzen. Zahlreiche Anhänger des amtierenden Präsidenten Donald Trump hatten sich vor dem Kapitol versammelt, während drinnen Kongress und Senat Joe Biden als neu gewählten US-Präsidenten bestätigen sollten. Den Demonstranten gelang es, das Gebäude zu stürmen.

Sofort stellte sich nicht nur in den USA die…