Nordkorea leidet unter Armut und schweren wirtschaftlichen Problemen, international ist das Land mit Sanktionen belegt. Für Machthaber Kim Jong Un ist der künftige Kurs dennoch klar: Er will das militärische Potenzial des Landes weiter ausbauen. Das teilte Kim am zweiten Tag des Kongresses der herrschenden Arbeiterpartei mit.

Kim habe den »wichtigen Willen« herausgestellt, »die Verteidigungsfähigkeiten des Staats auf ein viel höheres Niveau« zu heben, berichteten die staatlich kontrollierten Medien. Dadurch solle die Sicherheit »des Landes und der Menschen sowie ein friedliches Umfeld für den sozialistischen Aufbau« gewährleistet werden.

Einblick in das Selbstverständnis Kims geben indes neue Porträts des Diktators, die im Rahmen der Berichterstattung über den Parteitag ebenfalls vom Staatsfernsehen gezeigt wurden. Ein Foto, über das unter anderem das Nachrichtenportal »NK News« berichtet, zeigt Kim in einer strahlend weißen Militäruniform vor einem Bücherregal. Vor ihm auf dem Tisch liegen ein Sturmgewehr und ein Fernglas. An einer Kette und auf seinen Schulterklappen ist das Rangabzeichen eines Marschalls zu sehen. Laut »NK News« ist allerdings unklar, ob sich Kims militärischer Rang zwischenzeitlich geändert hat.

Die Darstellung ist ungewöhnlich. Kim trägt laut der Nachrichtenagentur AFP bei seinen öffentlichen Auftritten oft Zivilkleidung, manchmal ist er auch in schlichten Anzügen zu sehen.

Das Porträt hängt in einem Flur im Haus der Kultur in der Hauptstadt Pjöngjang. Es ist das erste offizielle Bild von Kim in Uniform, seit er nach dem Tod seines Vaters 2011 die Macht übernommen hat.

In dem Korridor hängen noch weitere Bilder des Machthabers, unter anderem auf einem Pferd. In dem Fernsehbericht waren Parteitagsdelegierte zu sehen, die die Porträts betrachteten.

Erstmals wurde im Staatssender KCTV auch eine moderne Büste von Kim gezeigt, die ihm Chinas Staatschef Xi Jinping geschenkt haben soll.

Kim hatte den Parteitag der…