Die CDU Meißen will trotz der weiterhin sehr hohen Infektionszahlen in Sachsen an ihrem Nominierungsparteitag festhalten, wie dem SPIEGEL aus der Partei bestätigt wurde. Am Freitag wollen dort die Christdemokraten ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl aufstellen.

Mit einem Inzidenzwert von 483,2 ist der Landkreis Meißen laut RKI derzeit am stärksten von der Pandemie betroffen. Etliche Kreisverbände in Sachsen hatten inzwischen ihre Nominierungsparteitage vertagt, darunter etwa Bautzen und Leipzig.

Der Parteitag soll in der Großenhainer Remontehalle stattfinden, in der bis 1.800 Personen Platz finden. Für den Parteitag werden etwa 40 Personen erwartet.

Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière vertrat den Landkreis zuletzt im Bundestag und tritt nicht erneut an. Als Nachfolger soll der Meißner Kreisvorsitzende Sebastian Fischer gewählt werden. 2019 scheiterte dieser bei der Landtagswahl als Kandidat im Wahlkreis.

Juristisch problemlos?

Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten und die Bundeskanzlerin hatten sich zuletzt geeinigt, den geltenden Shutdown bis zum 31. Januar zu verlängern. Die Bundes-CDU will ihren neuen Vorsitzenden auf einem digitalen Parteitag am 15. und 16. Januar wählen. Ein entsprechender Beschluss mit dem Gewählten soll am Ende per Briefwahl stattfinden.

Dies ist jedoch laut Bundeswahlleiter für die Aufstellung eines Direktkandidaten in einem Landkreis nicht möglich. Juristisch ist die geplante Veranstaltung in Meißen zulässig, wird von CDU-Vertretern versichert.

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