Er werde beim „Save America March“ eine Rede halten, kündigte der noch amtierende US-Präsident Donald Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter an. Er äußerte die Erwartung, dass sich zu der Kundgebung „große Mengen“ versammeln würden.

Hunderte Trump-Unterstützer strömten bereits am Dienstag in der US-Hauptstadt zusammen, um gegen die formelle Bestätigung von dessen Wahlniederlage gegen den künftigen Präsidenten Joe Biden zu protestieren. An diesem Mittwoch sollen Repräsentantenhaus und Senat das Ergebnis der Wahl vom 3. November zertifizieren.

Trump behauptet jedoch unermüdlich und ohne Präsentation irgendwelcher Belege, bei der Wahl habe es massiven Betrug gegeben. Dutzende Anfechtungen des Biden-Siegs durch sein Lager wurden in den vergangenen Wochen von Gerichten abgewiesen.

„Wilder Tag“ vorhergesagt 

Trump hatte seine Anhänger im Dezember zu Protesten gegen die Zertifizierung von Bidens Wahlsieg durch den Kongress aufgefordert und einen „wilden Tag“ in Washington vorhergesagt. Die Polizei befürchtet, dass es zu Gewaltausbrüchen kommen könnte. Im Zentrum von Washington verrammelten viele Geschäftsinhaber ihre Schaufenster mit Brettern.

Zu den Demonstrationen in Washington angekündigt haben sich auch rechtsradikale Gruppen wie die als gewaltbereit geltenden Proud Boys. Am Montag nahm die Polizei in der US-Hauptstadt den aus dem Bundesstaat Florida angereisten Chef der Gruppe, Enrique Tarrio, fest.

Proud-Boys-Anführer Enrique Tarrio (l.) bei einer Demonstration im Dezember

Der 36-Jährige soll ein politisches Plakat aus einer afroamerikanischen Kirche entwendet und verbrannt haben. Zudem wird ihm angelastet, bei seiner Festnahme zwei Magazine für Schnellfeuerwaffen bei sich gehabt haben. Ein Haftrichter setzte Tarrio inzwischen laut US-Medienberichten auf freien Fuß. Er sei aber angewiesen worden, Washington bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 8. Juni fernzubleiben. 

Reine Formsache – normalerweise

Die meisten der Demonstranten, die sich…