Der Impfstoff von Pfizer/Biontech entfaltet seine volle Wirkung erst nach zwei Injektionen. Doch das Mittel ist knapp. Würde es nicht erstmal eine Spritze tun? Dem Vorschlag schlägt Skepsis entgegen.

Die Idee ist auf den ersten Blick simpel und einleuchtend: Um zumindest einen gewissen Schutz gegen Corona zu haben, könnten möglichst viele Menschen zunächst die erste Dosis des Impfstoffs bekommen.

Die zweite Dosis, die für einen besseren Schutz notwendig ist, käme dann später als vorgesehen dran. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will aufgrund der begrenzten Impfstoff-Mengen prüfen lassen, ob ein solches Vorgehen für Deutschland in Frage kommt. Auch in anderen Ländern wird das diskutiert. Bei Experten gehen die Meinungen dazu auseinander – auch weil Daten fehlen. Wichtige Aspekte dabei:

Um was geht es?

Seit Ende Dezember bekommen bestimmte Bevölkerungsgruppen in Deutschland den Impfstoff «Comirnaty» von Biontech und Pfizer injiziert. Damit das Mittel viel Schutz bietet, müssen zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen verabreicht werden. Denkbar wäre nun, die zweite Dosis deutlich später zu spritzen. Dadurch könnten mehr Menschen eine erste Dosis bekommen – und damit zumindest einen gewissen Schutz vor Covid-19, so die Hoffnung. In Großbritannien hatte der zuständige Impfstoff-Ausschuss empfohlen, vorerst möglichst vielen Menschen nur die erste…