Aber keine Wende in Sicht
BUND: Fleischersatz hoch im Kurs – Aber keine «echte Wende»

Zum Jahresbeginn beteiligen sich Menschen weltweit an der Initiative «Veganuary» und verzichten einen Monat auf tierische Produkte. Foto: Andreas Arnold/dpa

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Vegetarische Brotaufstriche, Tofu oder Soja-Bratlinge: Alternativen zu Fleisch werden in Deutschland beliebter. Doch an den häufig miserablen Tierhaltungsbedingungen und Umweltproblemen ändert sich nichts, sagen Kritiker. Zumal der Trend weltweit ein anderer ist.

Die aus Sicht von Medizinern und Tierschützern gute Nachricht zuerst: In Deutschland isst jeder Verbraucher seit Jahren im Schnitt immer weniger Fleisch – und Ersatzprodukte boomen.

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums lag der geschätzte Pro-Kopf-Verzehr im Jahr 2019 bei 59,5 Kilogramm pro Einwohner und damit um 2,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. «Im Jahr 2013 waren es noch etwa 66 Kilo pro Kopf», sagte Barbara Unmüßig aus dem Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung am Mittwoch. Eine echte Fleischwende aber sei nicht eingeleitet, kritisierte sie in Berlin bei der Vorlage des aktuellen «Fleischatlas».

Darin tragen der Bund für Umwelt…