Aus ihrer Liebe zu Schusswaffen machen viele US-Amerikaner kein Geheimnis. Die US-Politikerin Lauren Boebert scheint allerdings ein besonders enges Verhältnis zu ihrer halb-automatischen Pistole entwickelt zu haben.

»Ich werde meine Schusswaffe in D.C. und im Kongress tragen«, sagte die Republikanerin erst kürzlich in einem auf Twitter verbreiteten Video. Doch nun, wo die 34-Jährige tatsächlich Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus ist, muss Boebert offenbar zurückrudern.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Helferin Boeberts berichtet, führt die Abgeordnete ihre Glock bei der Arbeit im Kongress nicht mit sich – es ist ohnehin verboten. Laut Reuters sind Kongressmitgliedern Waffen nur in ihren Büros erlaubt. Mit der Ausnahmeregelung soll es den Politikern demnach ermöglicht werden, historische Waffen als Deko-Objekte an ihren Arbeitsplätzen zu haben.

Widerstand erfährt die Politikerin indes auch von den Sicherheitsbehörden im US-Regierungsdistrikt. Für Boebert würden die gleichen Strafen wie für alle anderen gelten, die auf den Straßen im District of Columbia unerlaubt mit einer Schusswaffe unterwegs sind, sagte demnach der örtliche Polizeichef Robert Contee.

Angespannte Sicherheitslage vor Amtsübergabe

Die Sicherheitslage in Washington ist derzeit ohnehin angespannt. Laut Reuters bereiten sich die Behörden darauf vor, dass es rund um die Amtsübergabe von Donald Trump an den künftigen US-Präsidenten Joe Biden zu Protesten durch Unterstützer Trumps kommen könnte. Trump behauptet auch rund zwei Monate nach der Wahl noch immer ohne Belege und trotz etlicher erfolgloser Klagen, seine Niederlage sei durch Manipulationen zustande gekommen.

Boebert hatte laut Reuters die Reise aus ihrem Heimatort Rifle in Colorado nach Washington angetreten und war dort am Sonntag als Abgeordnete vereidigt worden.

In dem Twitter-Video, das inzwischen mehr als zwei Millionen Mal angesehen wurde, beruft Boebert sich auf das »Second Amendment«, den zweiten…