In der Coronakrise greifen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zu schärferen Maßnahmen: Bund und Länder schränken die Bewegungsfreiheit für Menschen in den sogenannten Hotspots weiter ein. Wie die Kanzlerin auf einer Pressekonferenz in Berlin nach mehrstündigen Beratungen sagte, sollen sich Personen in Regionen, in der die Sieben-Tage-Inzidenz bei mehr als 200 Fällen pro 100.000 Einwohnern liegt, nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um den Wohnort bewegen. Ausnahmen gelten bei triftigen Gründen. 

Richtig, wenn auch hart

Weiter verschärft werden außerdem die Kontaktbeschränkungen: Mitglieder eines Hausstands dürfen sich nur noch mit einer nicht im Haushalt lebenden Person treffen. Bislang dürfen sich bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Merkel sprach von einer „Rückkehr zu der März-Maßnahme“. Dies sei richtig, auch wenn es für die Menschen hart sei. Die Kanzlerin begründete die Verschärfungen mit der neuen Corona-Mutation, die mehr Infektionen pro Kontakt verursache, sowie mit der hohen Belastung der Intensivstationen. Hier komme man in einigen Krankenhäusern an „Grenzsituationen“.

Bei der Pressekonferenz: Bürgermeister Michael Müller, Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder (von links)

Schulen „weitestgehend“ geschlossen

Der bereits geltende Lockdown soll bis zum 31. Januar verlängert werden, Schulen und Kindergärten bis dahin „weitestgehend“ geschlossen bleiben. Am 25. Januar wollen die Regierungschefs von Bund und Ländern die Lage neu bewerten und über weitere Maßnahmen für Februar beraten. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte allerdings schon jetzt vor der Vorstellung, dass im Februar alles vorbei sei. 

Rat der Experten

Merkel, Söder und auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erwähnten, dass es am Vortag eine Expertenanhörung gegeben habe. Auf der Grundlage der wissenschaftlichen…