Zurück auf See
„Gorch Fock“ soll 2021 wieder segeln – doch an Land droht Ärger

Die Kosten für die Sanierung der Gorch Fock stiegen von gepanten 9,6 Millionen auf bislang 135 Millionen Euro

© Carsten Rehder / DPA

Was lange währt, wird endlich gut? Das Segelschulschiff „Gorch Fock“ strahlt wieder in weiß und soll zur Jahresmitte in See stechen. Doch an Land wird das Sanierungsdebakel nachwirken.

Die teure und langwierige Sanierung des Marineschulschiffs „Gorch Fock“ steuert auf ihr Ende zu. Die Marine rechnet damit, ihr über 60 Jahre altes Segelschiff in fünf Monaten zurückzubekommen. „Die Instandsetzung verläuft aktuell planmäßig, so dass nach derzeitiger Bewertung die Fertigstellung bis zum 31. Mai 2021 erfolgen wird“, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.

„Gorch Fock“: 135 Millionen Euro Sanierungskosten

Dann wird die Generalüberholung des Dreimasters fünfeinhalb Jahre gedauert haben. Den deutschen Steuerzahler wird sie 135 Millionen Euro gekostet haben statt wie geplant 10 Millionen Euro. Schlechte Vorplanung durch die Marine – so sah es der Bundesrechnungshof – und Unregelmäßigkeiten beim früheren Hauptauftragnehmer haben zu dem Debakel geführt. Deshalb dürfte es an Land noch auf Jahre hinaus Ärger…