Die Europäische Union verhandelt mit Biontech und Pfizer über eine mögliche Verdopplung der bestellten Impfdosen. Der neue Vertrag würde den Kauf von weiteren 100 Millionen Dosen und eine Option auf weitere 200 Millionen bedeuten. Dies erfuhr der SPIEGEL aus Verhandlungskreisen. Biontech selbst wollte dazu keine Stellung nehmen.

Erst vor einigen Tagen hatte die EU ihre ursprüngliche Bestellung von 200 Millionen Dosen auf 300 Millionen erhöht. Wenn der neue Vertrag zustande kommt und mit der Option vollständig ausgeliefert wird, hätte die EU 600 Millionen Dosen verfügbar. Das wäre genug, um zwei Drittel der Bevölkerung der 27 EU-Staaten zu impfen, basierend auf einem Zwei-Dosen-Schema.

Allerdings kann der deutlich überwiegende Teil der Dosen erst im zweiten Halbjahr geliefert werden. Wie viele Millionen der nun nachbestellten Dosen noch vor dem Sommer produziert und geliefert werden können, ist derzeit unklar.

In Europa wächst der Druck auf die Regierungen angesichts eines langsamen Impfstarts und der zu geringen Bestellmengen bei den führenden Impfstoffherstellern, während das Vakzin von AstraZeneca noch lange nicht zugelassen ist.

Icon: Der Spiegel