Im Frühjahr brach der Umsatz bei TUI um 98,5 Prozent ein und noch immer leidet der weltweit größte Reisekonzern unter den Corona-Einschränkungen. Die EU-Wettbewerbshüter haben nun weitere deutsche Staatshilfen über bis zu 1,25 Milliarden Euro für TUI genehmigt, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte.

»TUI wurde wie viele andere Tourismusunternehmen von der Coronakrise schwer getroffen«, sagte die zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager. Die deutsche Staatshilfe ist nach Auffassung der EU-Kommission »erforderlich, geeignet und angemessen«, um eine «beträchtliche Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats» zu beheben.

Der Staat werde »für das von den Steuerzahlern getragene Risiko eine hinreichende Vergütung erhalten und die Unterstützung mit Auflagen verbinden, um mögliche Wettbewerbsverzerrungen zu begrenzen«, wird Vestager zitiert.

Weniger Staatshilfe durch private Investoren

Die nun genehmigte Staatshilfe für den weltgrößten Reiseanbieter TUI ist Teil eines größeren Unterstützungspakets, an dem auch private Investoren beteiligt sind. »Ich begrüße, dass sich auch private Investoren an der geplanten Rekapitalisierung beteiligen. Dies macht weniger staatliche Beihilfen erforderlich und trägt zur Erholung von TUI bei«, sagte Vestager.

Nach diesen insgesamt zwei Hilfspaketen in Milliardenhöhe soll TUI bald schon mit weiterem öffentlichen Geld stabilisiert werden. Im Dezember einigte sich das Unternehmen mit privaten Investoren, einem Bankenkonsortium, der staatlichen Förderbank KfW und dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung auf ein drittes Hilfspaket.

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