Anhänger der Terrorormiliz »Islamischer Staat« (IS) haben bei einem Hinterhalt im Zentrum Syriens mindestens 15 Menschen getötet. Die Extremisten sollen an einer Schnellstraße in der Provinz Hama Autos, Busse und Tanklaster angegriffen haben, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Staatsmedien.

Wie die Beobachtungsstelle erklärte, sollen dabei zwölf Kämpfer der Regierung und drei Zivilisten ums Leben gekommen sein. Darunter sei ein Kind gewesen. Bei den Zivilisten habe es sich vermutlich um Angehörige der Militärs gehandelt. Zudem gebe es 15 Verletzte.

Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort. Ihre Angaben lassen sich von unabhängiger Seite jedoch oft kaum überprüfen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana vermeldete lediglich neun getötete Zivilisten. Die regierungsnahe Zeitung »Al-Watan« meldete des Weiteren unter Berufung auf eine örtliche Quelle, nach dem Busanschlag sei es zu Kämpfen zwischen Soldaten der Regierungsarmee und den Dschihadisten gekommen.

Bereits am vergangenen Mittwoch waren bei einem Anschlag auf einen Bus in Syrien der Beobachtungsstelle zufolge mindestens 30 Soldaten der Armee des Machthabers Baschar al-Assad getötet worden. Demnach soll auch dieser Anschlag in der Provinz Deir Essor vom IS verübt worden sein.

Fast 390.000 Tote im Bürgerkrieg

Im von der Türkei kontrollierten Nordosten Syriens wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle am Samstag bei zwei Anschlägen mit Autobomben insgesamt sechs Menschen getötet. Unter den Todesopfern waren demnach zwei Kinder.

Der IS hatte vor knapp zwei Jahren seine letzte Hochburg in dem Bürgerkriegsland verloren. Zellen der Extremisten sind jedoch in Syrien sowie im benachbarten Irak weiter aktiv. IS-Anhänger greifen immer wieder Militäreinrichtungen und auch Zivilisten an. Seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 wurden in Syrien mehr als 387.000 Menschen getötet, Millionen…