Im Vereinigten Königreich sind die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca verabreicht worden. Als Erstes wurde der 82-jährige Dialysepatient Brian Pinker in Oxford geimpft. „Ich bin so froh, dass ich heute die COVID-Impfung bekomme und sehr stolz, dass es sich dabei um den Impfstoff handelt, der in Oxford erfunden wurde“, sagte Pinker laut einer Mitteilung des britischen Gesundheitsdiensts NHS. Die Universität Oxford hatte das Vakzin gemeinsam mit dem schwedisch-britischen Pharmakonzern entwickelt und vertraglich eine Abgabe zum Selbstkostenpreis durchgesetzt. Deshalb könnte das Präparat in einigen Monaten eine Schlüsselrolle im Globalen Süden einnehmen – aber auch, weil es vergleichsweise niedrige Anforderungen an eine Kühlkette stellt. Großbritannien hat 100 Millionen Dosen bestellt.

Südafrika bereitet sich auf einen Impfstart im Februar vor. Es wäre das erste Land in Subsahara-Afrika, dem dieser Schritt gelänge. Zuvor müssen die Verhandlungen mit den Herstellern abgeschlossen werden, sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize. Die Lieferung der WHO-Initiative Covax dürfte frühestens erst im zweiten Quartal eintreffen, die Lieferungen bis dahin sollen von Krankenkassen und der Privatwirtschaft mitfinanziert werden. Allerdings breitet sich auch in Südafrika eine mutierte Variante weiter aus: Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete sie in der BBC als „sehr signifikantes Problem“, sogar noch ein größeres als die hochinfektiöse britische Variante. Gründe dafür nannte er nicht – in britischen Medien werden jedoch Einschätzungen von Experten kolportiert, wonach weniger sicher sein soll, dass die jüngst zugelassenen Impfstoffe gegen die südafrikanische Variante anschlagen.

Nach Großbritannien dürften rasch andere Länder folgen, in denen dieses Vakzin genutzt wird

Die Regierung in Vietnam hat laut eigenen Angaben 30 Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca bestellt. Derzeit liefen weitere Verhandlungen mit…