Mit einem Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg ist am 14. Bundesliga-Spieltag Borussia Dortmund zurück auf die Champions-League-Plätze geklettert. Außerdem gab es nach drei Heimniederlagen in Serie wieder einen Sieg zu Hause und den auch noch ohne Gegentor. Auf den ersten Blick sieht es nach einem produktiven Sonntagnachmittag für Borussia Dortmund aus.

So gesehen war es das auch. Manuel Akanjis Kopfball nach einer Ecke von Jadon Sancho in der 66. Minute reichte Interimstrainer Eden Terzic zum zweiten Sieg in drei Bundesligaspielen, Sancho sorgte in der Nachspielzeit mit einem Konter für den 2:0-Endstand.

Doch abgesehen vom Ergebnis war es schwer, viel Positives für Dortmund zu erkennen. Marco Reus hatte erneut zu kämpfen und konnte sich kaum in Szene setzen, Axel Witsel und Thomas Delaney sorgten als Doppelsechs für ein schwerfälliges Mittelfeld, und nur Wolfsburgs fehlerhafte Abschlüsse und ein paar geblockte Schüsse, die in letzter Sekunde verhinderten, dass individuelle Fehler in der Defensive den BVB weitere Punkte kosteten.

Wie unter Lucien Favre?

DW-Sportredakteur Matt Pearson

Im Grunde zeigte die Mannschaft von Borussia Dortmund auch gegen Wolfsburg genau die Schwächen, die Mitte Dezember zur Entlassung von Lucien Favre beigetrugen. Und obwohl die zweite Halbzeit gegen den VfL professionell genug aussah, sollte man die schwache Leistung der ersten Halbzeit nicht vergessen. Wolfsburg vergab in den ersten sieben Minuten zwei Großchancen, während die Hausherren wieder einmal nicht aus den Startlöchern kamen. Es hätte daher auch ganz anders kommen können.

In den 14 Bundesligaspielen dieser Saison hat Dortmund nur zweimal zur Pause geführt, am ersten Spieltag gegen Mönchengladbach (Endstand 3:0) und am dritten Spieltag gegen Freiburg (4:0). Im Schnitt würde der BVB nur einen Punkt pro Spiel holen, wenn die Spiele bereits nach den ersten 45 Minuten beendet wären. In keinem einzigen Auswärtsspiel lagen sie zur Pause vorne.

Die Tatsache, dass die Dortmunder…