Generalinspekteur
Zorn weist Kritik an Drohnenbewaffnung zurück

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, kann den Widerstand der SPD gegen eine Drohnen-Bewaffnung nicht nachvollziehen. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archiv

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In der Debatte um die Anschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr hatte die SPD weiteren Bedarf für Diskussionen gesehen. Diesen Widerstand kann der Generalinspekteur nicht nachvollziehen.

Generalinspekteur Eberhard Zorn kann den Widerstand der SPD gegen die schnelle Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr nicht nachvollziehen.

«Der militärische Bedarf für eine bewaffnete Drohne ist aus meiner Sicht unverändert gegeben», sagte Zorn der «Welt am Sonntag». «Und zwar nicht irgendwann, sondern in den Auslandseinsätzen, die wir heute erleben.» Die Anschaffung sei notwendig, um den Schutz der Soldaten aus der Luft und ihre Einsatzmöglichkeiten am Boden zu verbessern. «Sonst zwinge ich unsere Truppe in Deckung und verdamme sie damit zur Untätigkeit, anstatt ihr aktives Handeln zu ermöglichen», sagte Zorn der Zeitung. Kritiker halten dem entgegen, dass bewaffnete Drohnen die Hemmschwelle für die Anwendung militärischer Gewalt senken können, weil sie ferngesteuert werden und bei ihrem Einsatz keine eigenen Soldaten gefährdet werden.