Nicht nur in Deutschland gibt es Kritik am Krisenmanagement der Regierung in der Corona-Pandemie. Auch in Frankreich hat der langsame Start der Impfkampagne Unmut ausgelöst. Regierungssprecher Gabriel Attal versuchte die Gemüter zu beruhigen, indem er in der französischen Zeitung „Le Parisien“ versicherte, eine Beschleunigung sei bereits im Gange.

Am Wochenende habe man begonnen, medizinisches Pflegepersonal im Alter von mehr als 50 Jahren zu impfen. Attal kündigte an, dass ab Montag Informationen zu den erfolgten Impfungen transparent veröffentlicht werden sollen. Bisher gibt es nämlich keine genauen Angaben dazu, wie viele Menschen seit dem Start am vergangenen Montag geimpft wurden.

Französische Medien sprechen teils von wenigen Hunderten und berufen sich unter anderem auf die Webseite CovidTracker, die von einem Datenwissenschaftler betrieben wird. Dieser hat nach eigenen Angaben Zugriff auf Zahlen der Gesundheitsbehörden. Laut CovidTracker wurden mit Stand Samstagabend landesweit lediglich 430 Menschen geimpft.

Frankreich ist – mit einer Bevölkerung von knapp 67 Millionen Menschen – von der Corona-Pandemie schwer getroffen. Etwa 64.900 Menschen starben, circa 2,6 Millionen infizierten sich mit dem SARS-CoV-2-Virus.

In Italien soll zu Beginn der Kampagne besonders das medizinische Personal selbst geimpft werden

Anlaufprobleme auch in Italien

Nach dem Auftakt der Immunisierungskampagne wird in Italien vor allem ein Personalmangel beklagt. Wie die Zeitung „La Repubblica“ am Samstag berichtet, fehlte es um den Jahreswechsel an Impfärzten und Mitarbeitern in Krankenhäusern. Viele Dienstpläne seien für „Routinetage“ ausgelegt gewesen und nicht für eine Großaktion.

Das 60-Millionen-Einwohner-Land verfügt offiziell über rund 470.000 Dosen des Impfstoffs der Firmen BioNTech und Pfizer. Zum Beginn der Kampagne sollten besonders das medizinische Personal selbst drankommen. Doch bis Sonntagmorgen waren offiziell erst etwa 80.000 Dosen verabreicht worden. „La…