Kongress-Versammlung
Klage abgewiesen: US-Vize Mike Pence muss Donald Trump am 6. Januar vor den Kopf stoßen

Stand immer loyal hinter US-Präsident Donald Trump: Vize Mike Pence (re.) muss am 6. Januar Joe Biden als neuen Präsidenten ausrufen.

© Susan Walsh / AP / DPA

Zwei Wochen vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten bestätigt der US-Kongress formal das Wahlergebnis. Eigentlich ein Ritual, doch Donald Trumps Anhänger wollen die Sitzung torpedieren. Für Vize-Präsident Mike Pence wird es ein unangenehmer Tag.

Als Ende vergangenen Jahres die Meldung über die Ticker kam, dass Donald Trumps Vize Mike Pence für den 6. Januar eine Auslandsreise plane, machten schnell Witzeleien die Runde. Pence wolle sich aus dem Staub machen, um dem zu erwartenden Furor seines Chefs zu entgehen. Denn an diesem Tag kommt dem Vize-Präsidenten verfassungsgemäß die Rolle zu, vor der gemeinsamen Versammlung beider Kammern des US-Kongresses den Wahlsieger auszurufen. Freie Hand hat er dabei nicht, er muss dem Wahlergebnis folgen. Das legt für Pence den Tagesablauf am 6. Januar praktisch fest: Joe Biden als neuen Präsidenten ausrufen, Donald Trump damit vor den Kopf stoßen und dann nichts wie weg!

So weit die Witzeleien. Klar ist aber: Der Tag wird für Pence unangenehm…