Allein im Südpazifik
Der einsamste Baum der Welt auf Campbell Island

Besucher der subantarktischen Campbell Island stehen vor der einzelnen Sitka-Fichte, die als der einsamste Baum der Welt gilt. Foto: P Tisch/Heritage Expeditions/dpa

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Eigentlich sind Sitka-Fichten in Nordamerika beheimatet. Eine hat es aber ans andere Ende der Welt geschafft, wo sie ganz allein auf einer subantarktischen Insel wächst. Der Baum gilt als der abgelegenste der Erde – und muss sich auch noch ständigem Nieselregen anpassen.

Der einsamste Baum der Welt wächst zwischen Neuseeland und der Antarktis auf einem verlassenen Fleckchen Erde. Die einzelne Sitka-Fichte auf Campbell Island hat es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft, weil sie den wilden Winden der unwirtlichen Region zum Trotz auch ohne die Gesellschaft von Artgenossen überlebt hat. «Es wird angenommen, dass der abgelegenste Baum überhaupt eine einsame Fichte auf Campbell Island ist, deren nächster Kollege wohl über 222 Kilometer entfernt auf den Auckland-Inseln steht», heißt es in dem Eintrag.

Aber sowohl der genaue Ursprung als auch das Alter des Sonderlings sind bis heute ein Rätsel – trotz eingehender Forschungen. Eine Theorie besagt, dass der Earl von Ranfurly, der 15. Gouverneur von Neuseeland, den Baum zwischen 1901 und 1907 gepflanzt haben…