Zum Jahreswechsel kann Deutschland mit ein wenig Hoffnung in die Zukunft blicken. Endlich wird geimpft, wenn auch langsam und mit manchen Pannen. Aber Zehntausenden wurde bereits eine erste Dosis von dem Mittel gespritzt, das einen guten Schutz vor Covid-19 verspricht. Eine Umfrage bestätigte kürzlich die positive Einstellung der meisten Bürger. Eine knappe Mehrheit (51 Prozent) blickt hoffnungsvoll auf das Jahr 2021, zeigte die Erhebung der Stiftung für Zukunftsfragen.

Auch ein Blick auf die aktuellen Infektionszahlen mag hoffnungsvoll erscheinen. Zuletzt infizierten sich scheinbar weniger Menschen in Deutschland. Freitagfrüh gab das RKI bekannt, dass binnen 24 Stunden 22.924 Neuinfektionen registriert worden waren. In der Vorwoche lag der Wert bei 25.533.

Aber schon bei diesem Punkt trügt der Schein.

Derzeit wird weniger getestet, das erklärt, dass weniger Neuinfektionen registriert werden. Nach Angaben des Vereins Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) ging die Anzahl der Tests in der Weihnachtswoche um rund ein Drittel gegenüber der Vorwoche zurück. Und auch die Gesundheitsämter arbeiten nicht mit voller Besetzung, die Meldeketten verzögern sich, die Statistiken sind entsprechend verzerrt.

Ein gutes Jahr beschäftigt die Pandemie nun die Welt. Corona ist zu einer modernen, globalen Tragödie geworden. Von einem Wildtiermarkt in der zentralchinesischen Stadt Wuhan, wo das Virus sehr wahrscheinlich auf den Menschen überging, verteilte es sich bis in die entferntesten Winkel der Erde. Corona schaffte es sogar bis in die eisige Antarktis.

Zahlen haben im vergangenen Jahr eine ganz besondere Bedeutung bekommen. Mit inzwischen täglicher Routine blicken viele auf Statistiken. Und die zeigen nichts Gutes: 82 Millionen Infizierte weltweit und mehr als 1,7 Millionen Tote.

Das nächste Jahr soll besser werden. Doch was ist zu erwarten?

Vielleicht wird 2021 als das Jahr in Erinnerung bleiben, in der die Welt das Virus dank Impfungen in den Griff bekam. Aber möglicherweise…