Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat angekündigt, dass Großbritannien bereits kommende Woche mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus starten will. »Ich bin sehr stolz, dass das Vereinigte Königreich das erste Land der Welt ist, das einen klinisch geprüften Impfstoff zur Verfügung hat«, sagte er dem Sender Sky News.

Zuvor war bekannt geworden, dass die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel MHRA dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine temporäre Notfallzulassung erteilt hat. Damit sind die Briten noch früher mit der Zulassung einer Vakzine dran als die EU und die USA. Zudem ist es die erste Zulassung für den Impfstoff BNT162b2 weltweit.

Die ersten Lieferungen seien sofort bereit und sollen schon in wenigen Tagen im Vereinigten Königreich eintreffen, teilten beide Unternehmen am Mittwoch mit. »Die erste Notfallzulassung für einen Covid-19-Impfstoff ist ein bahnbrechender wissenschaftlicher Meilenstein«, hieß es. Es sei eine Vereinbarung mit dem Vereinigten Königreich zur Lieferung von insgesamt 40 Millionen Impfstoffdosen in den Jahren 2020 und 2021 getroffen worden.

In der Mitteilung von Biontech und Pfizer heißt es, die Verteilung des Impfstoffes im Vereinigten Königreich werde gemäß den Empfehlungen des Joint Committee on Vaccination and Immunisaton (JCVI) zur Priorisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen erfolgen.

Für den Biontech/Pfizer-Impfstoff ergaben umfangreiche Testreihen nach Angaben der Unternehmen eine Wirksamkeit, die einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 bietet. Die Vakzine funktioniere über alle Altersgruppen und andere demografische Unterschiede hinweg ähnlich gut und zeige praktisch keine ernsten Nebenwirkungen, teilten die Firmen nach Abschluss letzter Analysen mit. Der Impfschutz bei Menschen, die über 65 Jahre alt sind, liege bei über 94 Prozent.

Diese positiven Ergebnisse beziehen sich auf den Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung. Inwiefern…