Für den Handel sind das in der Coronapandemie durchaus positive Signale: Krise hin oder her, für Weihnachten planen viele Bürger hohe Ausgaben. An Geschenken wollen sie jedenfalls laut Erhebung der Marktforscher von GfK nicht sparen: Im Schnitt wollen sie für die Gaben unterm Tannenbaum 330 Euro ausgeben, etwa so viel wie im vergangenen Jahr, wie eine GfK-Umfrage unter 1000 Bürgerinnen und Bürgern ergab.

In eine ähnliche Richtung deutet auch eine Erhebung des Umfrageinstituts YouGov hin. Demnach sagten etwa sechs von zehn Befragten (57 Prozent), ihre Ausgaben für Weihnachten würden sich durch die Corona-Lage nicht verändern.

Bemerkenswert sind dabei aber die Unterschiede zwischen den Generationen: Die GfK hatte Personen zwischen 18 und 74 Jahren befragt (hier geht’s zur Erhebung). Dabei gaben aber vor allen Dingen junge Menschen an, dieses Jahr deutlich mehr Geld für Geschenke auszugeben als 2019: rund 500 Euro, das sind fast 50 Prozent mehr als 2019. Hoch im Kurs steht Unterhaltungselektronik.

Rückzug ins eigene Heim und Trend zum »Edelkochen«

Sparen hingegen wollen viele Menschen ab 50 Jahren. »Gerade die Menschen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die vor dem Ruhestand stehen, machen sich sehr viele Sorgen wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre persönliche finanzielle Situation«, so die GfK. Die Hälfte der 50- bis 74-Jährigen findet es demnach richtig, in diesem Jahr auf den üblichen Weihnachtstrubel zu verzichten. Dazu gehört auch Zurückhaltung bei den Geschenken.

Die Wahl der Geschenke wird ebenfalls stark beeinflusst durch die Pandemie: Gutscheine etwa für Reisen, einen Restaurantbesuch, fürs Kosmetik- oder Fitnessstudio wollen die wenigsten verschenken, weil unklar ist, wann die Beschenkten den Gutschein einlösen können. Spielzeug, Bücher und Lebensmittel dürften bei vielen unterm Baum liegen.

»Die Coronapandemie hat dazu geführt, dass die Menschen deutlich mehr Freizeit zu Hause verbringen als üblich. Dieser Rückzug ins eigene…