von Christoph Fröhlich
30.11.2020, 16:57 Uhr

Die Corona-Pandemie wirbelt viele Branchen durcheinander – selbst das milliardenschwere Hollywood. Weil die Kinos geschlossen haben, suchen die Studios nach neuen Abnehmern. Die Streaming-Revolution verändert das Machtgefüge nachhaltig, erklärt Medien-Experte Yorck von Borcke.

Herr von Borcke, durch den zweiten Lockdown müssen die Kinos schließen – wieder einmal. Zu den Profiteuren zählten im Frühjahr die Streamingdienste. Wird sich nach der Pandemie, wann auch immer das sein wird, der Markt nachhaltig verändert haben oder geht es weitgehend zurück auf Los?

Die Kinos waren vor der Pandemie in einer relativ guten Verfassung. 2019 verzeichneten sie hierzulande mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. 118,6 Millionen Tickets wurden verkauft – das ist sogar ein leicht wachsender Trend im Vergleich zu den Vorjahren. Das lag insbesondere an einigen Blockbuster Filmen wie dem Disney-Hit „Die Eiskönigin 2“, der 6,7 Millionen Zuschauer lockte. Deshalb ist nicht zu befürchten, dass das Kino untergeht, wie einige vermuten.

Die Situation für die Betreiber ist dramatisch, sie sprechen von bis zu 75 Prozent Umsatzverlust.

Die Corona-Pandemie wird Umwälzungen…