Donald Trump verbringt wieder einmal Zeit auf dem Golfplatz – für Freunde der Statistik: Es ist das dreihundert erste Mal, seitdem er im Amt ist.

Das Spiel scheint keine beruhigende Wirkung auf ihn zu haben.

Der erste Auftritt des US-Präsidenten vor der Presse – 3 Wochen nach der Wahl – machte das deutlich:

Donald Trump, US-Präsident
»Wir erwischten sie beim Betrügen, wir erwischten sie beim Lügen. Ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten. Reden Sie nie in diesem Ton mit dem Präsidenten!«

Die Nerven liegen blank. Dabei hatte Donald Trump bereits in besagter Pressekonferenz angedeutet, dass er bereit sei, das Weiße Haus zu räumen, wenn das Electoral College Joe Biden zum Präsidenten wählt. Doch 24 Stunden später klingt seine Aussage so:

»Biden kann nur in das Weiße Haus als Präsident einziehen, wenn er beweisen kann, dass er seine lächerlichen 80 Millionen Stimmen nicht betrügerisch oder illegal erhielt.«

Die Betrugsvorwürfe können Trump und sein Team allerdings nicht ansatzweise belegen. Gerichte haben bereits mehr als 30 Klagen abgelehnt, die jüngste Niederlage folgte in Pennsylvania.

Offen lässt Trump außerdem, ob er – wie es Tradition ist – an der Amtseinführung seines Nachfolgers teilnehmen wird.

Donald Trump, US-Präsident
»Ich will dazu noch nichts sagen. Ich weiß die Antwort, ehrlich gesagt. Aber ich will es noch nicht sagen.«

Am Wochenende wird Trump in Georgia erwartet. Dort will er den republikanischen Senatskandidaten im Wahlkampf unter die Arme greifen. Per Twitter rief Trump seine Anhänger auf, jetzt nicht aufzugeben:

»Die 2020 Wahl war völliger Schwindel. Aber wir müssen David und Kelly helfen – ansonsten spielen wir in die Hände von ziemlich kranken Leuten.«

Trump hatte zuvor den republikanischen Wahlleiter als „Feind des Volkes“ genannt und seine Anhänger damit gegen die eigene Partei aufgehetzt. Nun will er hier offenbar die Wogen glätten. Immerhin entscheidet sich im US-Bundesstaat Georgia die künftige Mehrheit im…